Organspendeausweise

#ENTSCHEIDEDICH

9 400 Menschen warten in Deutschland auf eine Organspende. Im Jahr 2020 gab es 913 Organspender.

Organspende ist ein Thema, das die Gesellschaft spaltet.

Pro und Contra werden viel diskutiert und jeder sollte für sich persönlich eine Entscheidung treffen. Grund genug für ein paar Denkanstöße:

Bei der Organspende im engeren Sinn spricht man von der Spende von Niere, Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse oder Dünndarm. Sie ist abzugrenzen von der Gewebespende, bei der zum Beispiel die Hornhaut des Auges, eine Herzklappe oder Sehnen transplantiert werden.

Doch wann kommt es zu einer Organspende?

Die Voraussetzung dafür ist der nicht umkehrbare Ausfall der Hirnfunktion und zwar von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm. Dieser muss von zwei unabhängigen Ärzten anhand umfangreicher Tests festgestellt werden. Erst wenn der Patient als hirntot erklärt wird, steht die Entscheidung für oder gegen eine Organspende an.

Wer entscheidet über die Spende?

In Deutschland gilt die sogenannte Entscheidungslösung, festgeschrieben im Transplantationsgesetz. Danach muss der Patient selbst zum Beispiel mittels Organspendeausweises oder Patientenverfügung einwilligen, dass er nach dem Tod seine Organe spenden möchte. Liegt keine Entscheidung vor, müssen die Angehörigen im Sinne des Patienten entscheiden. Festgelegt werden kann auch, dass bestimmte Organe nicht transplantiert werden dürfen.

Was passiert dann?

Ist die Entscheidung für eine Organspende gefallen, wird die Deutsche Stiftung Organtransplantation informiert, die alle weiteren Schritte in die Wege leitet. Nach weiteren medizinisch notwendigen Untersuchungen zum Schutz des potentiellen Empfängers werden die Daten mit der Warteliste von Eurotransplant abgeglichen. Eurotransplant koordiniert Organspenden in Deutschland und anderen europäischen Ländern, wie Belgien, Luxemburg, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Österreich und Niederlande.

Ist ein passender Empfänger gefunden geht alles sehr schnell. Die Organentnahme wird im Rahmen einer Operation durchgeführt. Anschließend werden die Organe in das behandelnde Transplantationszentrum des Empfängers transportiert, wo die Transplantation durchgeführt wird.

Für den Empfänger beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, geprägt von häufigen ärztlichen Kontrollen und Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken.

Seit der ersten Nierentransplantation im Jahr 1954 hat die Medizin sich weiterentwickelt und die Erfolgschancen einer Transplantation steigen stetig.

Am 5. Juni 2021 ist Tag der Organspende.

Füll auch DU einen Organspendeausweis aus und #ENTSCHEIDEDICH !

Für weitere Infos: www.organspende-info.de